Sonntag 24. Juni 2018

Inhalt:

Erlebniswelt Kindergarten – Väter involviert

Das Projekt „Erlebniswelt Kindergarten“ unterstützt Kindergartenpädagoginnen dabei, eine Brücke zwischen Kindergarteneinrichtung und den Vätern der Kindergartenkinder herzustellen. Gemeinsam mit interessierten Pädagoginnen wird ein für den jeweiligen Kindergarten passendes Angebot entwickelt, um Männern die Teilhabe an der Erlebniswelt Kindergarten zu ermöglichen.

 

Das vorschulisch-institutionelle Bezugsfeld von Kindern ist beinahe männerlos. Sowohl die Pädagoginnen im Kindergarten als auch die Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Personen rund um den Kindergarten sind, mit wenigen Ausnahmen, weiblich. Dieser Umstand wird in den Medien und in der Fachliteratur* seit längerer Zeit immer wieder bemängelt. Zugleich wird die hohe Qualität der pädagogischen Zuwendung durch das pädagogische Personal des Kindergartens hervorgehoben.

 

Die Männercoaches für den Kindergarten präsentieren gemeinsam mit der Kindergartenpädagogin das Angebot im Rahmen einer Informationsveranstaltung (Elternabend, Väterabend, ...) an interessierte Männer und reflektieren die Durchführung.

 

Allgemeine Zielsetzung


Aus der Vaterforschung wissen wir, dass das Engagement eines Mannes in der Erziehung von Kindern einen förderlichen Einfluss auf dessen Entwicklung ausübt. Väter wollen ihre Kinder bestmöglich begleiten, scheitern aber vielfach an den institutionellen Rahmenbedingungen, die es ihnen erschweren als Erziehungspartner im Kindergarten aufzutreten. Das Projekt ermöglicht Männern aktiv in die Erlebniswelt Kindergarten einzutauchen und so Kindern als männliches Vorbild zu begegnen.

 

Projektziele

  • Hauptanliegen des Projektes ist es, Männer neugierig und sensibel für die Erlebniswelt Kindergartenalltag zu machen.
  • Wir wollen Männer in ihrer väterlichen Rolle bestärken und über die gemeinsamen Aktivitäten von Vater und Kind deren Beziehung zu fördern.
  • Weiters soll ein Netzwerk zum Austausch aufgebaut werden, bei dem alle an Väter-Angeboten für den Kindergarten Interessierten (zB. Männercoaches, Kindergartenpädagoginnen, BAKIP, Fachexperten, Pädagogen und Männerforscher) ihre Erfahrungen und Sichtweisen einbringen können.
  • Kindergartenpädagoginnen sollen Einblick in die männlichen Sichtweisen auf die Erziehung ihrer Kinder erhalten, um diese im Rahmen des regulären Programms integrieren.

Freiwilligkeit als Schlüssel

  • Ein Erfolgsfaktor des Projektes ist, dass es auf freiwilliger Basis seitens der Kindergärten stattfindet.

 

Zielgruppe Väter

Ein Hauptanliegen ist es, Väter von Kindergartenkindern neugierig und sensibel für den Kindergartenalltag zu machen und sie zu unterstützen mit ihren Kindern auch außerhalb des Familiensettings in Beziehung zu bleiben und ihnen einen Blick in die Lebenswelt des Kindes im Kindergarten zu ermöglichen. Väter sollen motiviert werden, das Beziehungsfeld ihrer Kinder, ihre Freundinnen und Freunde, kennen zu lernen und das gegenseitige Wissen über den Alltag zu vertiefen.

 

Das Projekt bestärkt Männer in ihrer väterlichen Rolle. Ihre (männer-)spezifischen Beiträge sind wertvoll für die Kinderbegleitung, gerade weil sie sich von den Beiträgen der Partnerin unterscheiden. Über die gemeinsamen Aktivitäten von Vater und Kind wird deren Beziehung gefördert und Väter können über den Erfahrungsaustausch mit anderen Männern ihre Erlebnisse und ihr Vatersein reflektieren.

 

Zielgruppe Kindergärten

Die Hauptansprechpersonen im Kindergartenalltag für die Kindergartenpädagoginnen sind durchwegs weiblich (idR. die Mütter). Mit speziell für Männer ausgeschriebenen Veranstaltungen bekommen Kindergartenpädagoginnen die männlichen Sichtweisen auf die Erziehung ihrer Kinder in den Blick und können diese im Rahmen des regulären Programms integrieren. Aber vor allem auch der Kindergartenalltag soll durch männliche Sichtweisen bereichert werden: Speziell bei Tür-und-Angel-Gesprächen und den Entwicklungsgesprächen ist es hilfreich männliche Sichtweisen in die pädagogische Arbeit zu integrieren, um ein differenziertes Bild über die Entwicklungsschritte und Krisen des Kindes zu erhalten.

 

Kindergärten leisten hier bereits viel. Das Männercoaching ist eine Hilfestellung für diejenigen Kindergärten, die ihre Praxis überprüfen möchten und sich Impulse und Anregungen für weitere Akzentsetzungen holen möchten. Die Erfahrung zeigt, dass manchmal ein externer Blick auf eingespielte Abläufe und „naive Fragen“ die Chance bieten, die existierenden Zielsetzungen in der Einbindung von männlichen Bezugspersonen zu überprüfen und neu auszurichten.

 

Zielgruppe Männercoaches

Zu diesem Zweck wurden und werden pädagogisch kompetente männliche Männercoaches ausgebildet, die befähigt sind, gemeinsam mit den Leiterinnen der Kindergärten und den Pädagoginnen, männerspezifische Angebote im Kindergarten gestalten. Die Männercoaches begleiten gemeinsam mit Kindergartenpädagoginnen die Entwicklung, Durchführung und Reflexion des Angebots.

 

Weiters soll ein Netzwerk zum Austausch aufgebaut werden, bei dem alle an Väter-Angeboten für den Kindergarten Interessierten (zB. Männercoaches, Kindergartenpädagoginnen, BAKIP, Fachexperten, Pädagogen und Männerforscher) ihre Erfahrungen und Sichtweisen einbringen können. Der Austausch im Rahmen dieses Netzwerkes soll dazu dienen, dass die Ausbildung von weiteren Männercoaches im Sinne einer lernenden Organisation an den Bedürfnissen der Kinderbetreuungseinrichtungen orientiert bleibt und beständig aktualisiert wird.

 

Teilnahme

Sie möchte als Kindergarten ein Männercoaching durchführen. Unsere Männercoaches stehen für ein Erstgespräch zur Verfügung.

 

Kontakt Männercoaching

Projektverantworlicher

Johannes Ebner

johannes.ebner@dioezese-linz.at

Tel: 0732 7610 3461, Mobil: 0676 8776 5635

 

 

Mehr Informationen: johannes.ebner@dioezese-linz.at

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Katholische Männerbewegung der Diözese Linz
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Tel, +43.732.7610-3461, Fax -3779 E-Mail: kmb@dioezese-linz.at
http://kmb.dioezese-linz.at/