Freitag 15. Dezember 2017

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Winterzeit

Winterzeit ist (No)-Sports-Zeit?
Kälte, kurze Tage, lange Nächte ist die eine Seite des Winters, blauer Himmel und hoffentlich schneebedeckte Landschaften die andere Seite. Dies erzeugt ein Auf und Ab für die Motivation zum Sporttreiben.

Es wird uns ja definitiv nicht leicht gemacht. Der Frühling mit seinen ersten warmen Tagen, mit dem Aufleben der Natur, alles wird wieder lebendig. Der Sommer, mit Urlaub und langen und schönen Tagen, der Herbst mit seiner bunten Vielfallt an Farben und prächtigen Natur laden zur Bewegung und zum Sport ein. Dann kommt plötzlich der Winter, obwohl von plötzlich kann ja keine Rede sein, mit Nebel, ungemütlichen Temperaturen, langen Nächten und dann noch dieser Schnee. Die Motivation zur Bewegung, zum Sport sinkt bei einem Großteil der Bevölkerung Richtung Nullpunkt. Man könnte fast sagen, unsere Motivation sinkt gleichermaßen mit der Temperatur mit, wir begeben uns beinahe in einen kollektiven Winterschlaf.
Einen kurzen Motivationsschub gibt es aber doch, die Weihnachtszeit mit all ihren kulinarischen Köstlichkeiten wirkt sich auf unseren Körper aus, allerdings ist dieser „Ausreißer" nach oben nur von kurzer Dauer gezeichnet.

 

Raus ins Freie!
Muss das aber sein? Müssen wir in der kalten Jahreszeit zu Couch- und Internetsurfer werden, müssen wir es dem Bären gleichtun und einen Winterschlaf abhalten. Eine einfache Antwort darauf: Nein! Der Sport bietet mittlerweile eine so große Bandbreite an Möglichkeiten um auch die kalte Jahreszeit aktiv zu erleben und als Benefit bekommen wir eine positive Wirkung auf Körper und Geist.
Wenn wir von Sport und Bewegung sprechen, ist nicht die eine Schi- oder Langlaufwoche gemeint, sondern das regelmäßige Aktivieren des Körpers und hier kann man ohne weiteres zwischen den unterschiedlichen Sportarten wechseln.


Sport-Tipps
Noch immer eine Sportart mit steigendem Potenzial ist das Schneeschuhwandern. Im Grunde genommen ist es dem Wandern und Berggehen ähnlich. Nach ein wenig Übung ist man mit den Schneeschuhen ziemlich sicher unterwegs. Neben der positiven Wirkung auf das Herzkreislaufsystem werden auch die Bein- und Gesäßmuskulatur beansprucht und trainiert. Ausrüstungstechnisch werden neben einer Wanderausrüstung noch die speziellen Schneeschuhe benötigt. Es gibt mittlerweile viele Vereine und Organisationen, wie z.B. die Diözesansportgemeinschaft, die geführte Touren anbieten. Dieses Wintersportgerät bietet sich auch hervorragend für winterliche Wallfahrten an. Schneeschuhtouren sind bei jedem Wetter, egal ob schön oder schlecht, ein Erlebnis und sollte mal kein Schnee liegen, nimmt man einfach seine Wanderschuhe her.
Gleich von der eigenen Haustür weg kann man Nordic Walking betreiben. Ist auf den ersten Blick möglichweise nicht die Herausforderung für die Männerwelt, aber ein richtiger Stockeinsatz führt plötzlich zu einer ordentlichen Belastung des Herz- Kreislaufsystems wie auch der Oberkörpermuskulatur. Über Varianten der Wegführung, flach, bergauf und bergab, schafft man genügend Abwechslung für einen langen Winter. Ein großes Plus: neben ordentlichen Schuhen und Stöcken braucht man keine weitere spezielle Ausrüstung.
Oft nicht als Sport sondern als Brauchtum angesehen wird der Stocksport, besser bekannt als Eisstockschießen. Diese Sportart, die hauptsächlich noch immer im Winter betrieben wird, weist in Österreich eine der höchsten Vereinsmitgliederzahlen auf. Abseits des Leistungssports ist diese Sportart moderat anstrengend, wirkt sich aber dennoch auf den Stütz- und Muskelapparat positiv aus. Die Teilnahme an Vereinsmeisterschaften oder Hobbyturnieren sorgen für zusätzlichen Spaß und Motivation. Es gibt auch kaum eine Sportart die so generationsübergreifend betrieben werden kann wie der Eisstocksport.

 

Sport im Warmen
Sollte man(n) wirklich keine Lust haben den Winter aktiv im Freien zu verbringen, bieten sich auch sportliche Indooraktivitäten an. Diese können in Vereinen oder Fitnessstudios durchgeführt werden. Hier hat man die Wahl der Qual zwischen einer Unzahl an unterschiedlichen Fitnesseinheiten, wobei hier neue Akzente für den Körper gut gesetzt werden können. Mut und Kreativität sind bei der Auswahl gefragt. Warum nicht einmal z.B. Yoga ausprobieren? Man wird überrascht sein, wie anstrengend das sein kann und der Muskelkater wird in den ersten Tagen auch dafür sorgen, dass man das nicht vergisst.
An dieser Stelle soll wirklich eine Lanze für den Sport als Ganzjahresaktivität gebrochen werden. Die Wirkung auf die physische Seite des Körpers ist unbestritten, der Sport kann aber noch viel mehr. Er beeinflusst auch maßgeblich unsere Psyche. Speziell an Tagen mit schlechten und drüben Wetter neigen auch wir dazu, unsere Stimmung der Wetterlage anzupassen. Bewegt man sich aber, führt das zu einer Ausschüttung von Hormonen die unsere Psyche positiv beeinflussen können.


Kombination mit Spiritualität
Der Sport und die Bewegung lassen sich auch wunderbar mit spirituellen Elementen verbinden. Eine Teilnahme an einer Schneeschuhwallfahrt, eine Winterwanderung mit einer Andacht beim Gipfelkreuz, eine Fackelwanderung bei klirrender Kälte, ein Alphalauf (spezielle Frequenz wird angepeilt) in völligem Gleichklang mit sich und der Umwelt bringen einen zusätzlichen Mehrwert des Sports.
Am Ende bleibt noch eine Frage, alleine oder doch in Gesellschaft? Sieht man sich selbst nicht gerade als den einsamen Wolf und einen Kommunikationsmuffel an, ist die Aktivität in Gesellschaft zu empfehlen. Leute um einen herum wirken motivierend gegen den inneren Schweinehund, es macht definitiv mehr Spaß, erzeugt einen gewissen Sicherheitsfaktor bei Schnee und Eis und wirkt sich laut Studien zusätzlich positiv auf die Gesundheit aus.
Was bleibt als Fazit dieses Artikels übrig? Der Winter eignet sich, wie jede andere Jahreszeit auch, bestens für den Sport. Der Aufwand ist möglicherweise etwas größer, die Motivation etwas geringer. Aber Winterschlaf sollen Bären halten und nicht wir.
In diesem Sinne auf einen aktiven und hoffentlich schneereichen Winter!

Bernhard Kindermann,  Pädagogischer Mitarbeiter

der Diözesanen Sportgemeinschaft Steiermark

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