Sonntag 22. Oktober 2017

Inhalt:

Was bringt die Entwicklungszusammenarbeit? - Wie kann ich sie begründen?

Ypsilon 5/2017

Wer in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) tätig ist, egal ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, kann leicht in die Defensive geraten: Anstatt Hilfsgelder nach Afrika zu schicken, solle man lieber etwas gegen die soziale Not im eigenen Land tun.

Die Projektgelder kommen nicht bei den Bedürftigen an, sondern versickern im Korruptionssumpf. Hilfsprojekte halten eine Armutsindustrie am Laufen und hindern die EmpfängerInnen daran, selbst etwas gegen die Not zu tun. Und, ganz oft: Die vielen hundert Milliarden, die in die armen Länder überwiesen wurden, haben überhaupt nichts gebracht, denn die Armen sind beständig ärmer und die Reichen immer noch reicher geworden.


So wird man oft konfrontiert. Wenn dann genügend Zeit ist und die Atmosphäre es erlaubt, sachlich zu argumentieren, können Halbwahrheiten entlarvt und Missverständnisse geklärt werden. So machen etwa die jährlichen Mittel für EZA (2016: US$ 142,6 Mrd) im Vergleich zu den Rüstungsausgaben (2016: US$ 1,69 Billionen) weniger als 1% aus.


Wenn die Zeit für umfangreiche Erläuterungen fehlt, braucht es kurze, leicht verständliche Fakten. Wussten Sie etwa, dass gemäß Weltbank 1970 noch über 60% der Weltbevölkerung in absoluter Armut gelebt haben und dieser Anteil bis 2012 auf unter 13% gesenkt werden konnte? Oder dass, nach Zahlen der Vereinten Nationen, in Subsahara-Afrika die Müttersterblichkeit und die Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2014 um über die Hälfte zurückgegangen sind? Oder dass, ebenfalls in Subsahara-Afrika, 1990 nur eines von zwei Kindern zur Schule ging, während es 2014 schon vier von fünf Kindern waren, die Hälfte davon Mädchen? Wer sich hie und da mit EZA-Kritik auseinandersetzen muss, egal ob am Podium oder am Stammtisch, sollte sich einige einfache Fakten einprägen. Wenn man dazu noch ein, zwei gute Beispiele benennen kann, die man selber kennt, dann kann man der nächsten Diskussion über EZA getrost entgegen sehen!


Autor: Thomas Vogel, Bereichsleiter von HORIZONT3000

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