Sonntag 23. Juli 2017

Inhalt:

Impulse zum Hören

 

 

Vatertag 2015 - Papalapap

 

 

 

Vatertag 2014

Wenn Männer heute ihre Rolle neu definieren und Job, Privatleben, Partnerschaft und Kindererziehung unter einen Hut bringen wollen, dann braucht es Exklusivzeiten für die Kinder. Ein Vater Kind Wochenende der Katholischen Männerbewegung ist dazu eine besondere Gelegenheit. Schnell ist der Alltag vergessen und beide genießen es, der Vater der alleine Verantwortung für sein Kind übernimmt und das Kind, dass die Aufmerksamkeit des Vaters ganz für sich hat. Auch die Mutter hat ein Wochenende schöner Wohnen und Zeit für ihre Hobbys, das belebt die Partnerschaft.

 

Rückblickend höre ich immer wieder, dass diese Zeit das Verständnis füreinander und die Beziehung sehr gefördert hat. Andere Wochenenden sind schnell vergessen, aber die Fakelwanderung, der Abend am Lagerfeuer, lustige Spiele, gemeinsame Geschicklichkeitsaufgaben lösen und die Gespräche, sind noch Jahre später in guter Erinnerung. Ein Vater meinte einmal, dass er an diesem Wochenende von seinem Kind mehr erfahren hat, als sonst das ganze Jahr über. Zu hören, warum Kinder auf ihren Vater stolz sind, und wo er für sie besonders wichtig war, lässt uns Väter ahnen, worauf es in der Kinderbegleitung wirklich ankommt.

 

Einmal die Welt mit den Augen der Kinder erleben, lässt uns staunen und fördert unsere Achtsamkeit.

Hannes Hofer, 8.6.2014

 

Vater werden

Vergangenen Oktober habe ich erfahren, dass ich Vater werde. Auch wenn sich anfänglich, abgesehen von der riesen Freude über die Nachricht nicht viel ändert, so beginnt damit doch die Zeit der Vorbereitung auf die neue Rolle als Vater. Es machen sich auch Zweifel und Fragen breit:

  • Was heißt es für mich Vater zu sein?
  • Welche Gefahren und Risiken birgt eine Schwangerschaft und wie gehen wir als Paar mit Themen wie Pränataldiagnostik um?

Für mich war klar, dass ich den Weg des „Vater-werdens“ bewusst gehen möchte. Gespräche und Rituale, sind abgesehen von einem Geburtsvorbereitungskurs und der Begleitung zu den Ultraschalluntersuchungen, dafür eine gute Vorbereitung. Gespräche mit der Partnerin, dem „Bauchzwerg“ und engen Freunden, aber auch der Austausch mit Gleichgesinnten. So habe ich gemeinsam mit anderen jungen Vätern eine Jungväterrunde ins Leben gerufen – ein Austausch der entlastet und verbindet. Seit 3 Wochen ist unsere Tochter Miriam nun Teil dieser neuen Familie. Die Zweifel und Fragen sind seit der Geburt nicht weniger geworden. Das Abenteuer „Vater-sein“ hat begonnen.

Johannes Ebner, 1.6.2014

 

Realität

In diesen Tagen weist schon vieles auf Weihnachten hin: die Straßen, die Wohnungen, die Geschäfte. Die Hektik nimmt zu. Von Stille und Besinnung ist wenig zu spüren. Viele Menschen in unserer Gegend verbinden mit dem Fest Harmonie und Frieden. Ein friedliches Fest wünschen wir uns gegenseitig. Doch die Realität schaut anders aus. Konflikte bleiben, Kriege hören nicht auf, vielleicht kommt ein kurzer Waffenstill stand.


Es bleibt aber die Sehnsucht nach einer heilen Welt. Im Evangelium steht ein bemerkenswerter Satz von Jesus: Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern Feuer und ich will, dass es brennt. Das könnte bedeuten, Jesus will nicht eine wunderschöne Fassade, sondern eine Welt, in der Menschen aufeinander zugehen und Konflikte offen und ehrlich austragen. So kann Frieden beginnen

P. Markus Bucher, 22.12.2013

 

Stern der Hoffnung

Die entwicklungspolitische Aktion der katholischen Männerbewegung steht unter der dem Motto: Stern der Hoffnung. Sie unterstützt Menschen, denen das Grundsätzliche für ein würdevolles Leben fehlt. Sehr vielen fehlt der Zugang zur Bildung und das ist der Schlüssel für eine positive Entwicklung. In Ostafrika sterben die meisten Menschen an Malaria. Es gibt zwar gute Medikamente, nur sind die zu teuer.

Stern der Hoffnung heißt die Aktion, die mindestens einigen die Chance zum Überleben gibt. Gesundheitsvorsorge, reines und genügend Wasser, einen Beruf erlernen zu können. Lauter Dinge, die für uns selbstverständlich sind. Wenn wir teilen, haben andere die Möglichkeit auf ein besseres Leben. Sie dürfen hoffen.

P. Markus Bucher, 15.12.2013

 

Treibstoff

In der Bibel hören wir von Propheten. Sie werden auch Rufer genannt. Sie versuchen mit ihrer Stimme den Menschen im Trubel des Alltags zu erreichen: wo seid ihr? Wohin geht ihr? Was sind eure Bedürfnisse? Wo bleibt ihr? Wer ständig nur fährt, dem geht irgendwann das Benzin aus. Wer immer nur gibt, wird irgendwann leer. Wer immer nur feuert, ist irgendwann verbrannt. Wir brauchen Zeiten der Stille, wir brauchen Orte, wo wir uns zurückziehen können. Das braucht nicht eine Wüste oder ein Kloster zu sein. Das kann auch der Bahnhof oder die Straßenbahn sein. Ich bemühe mich, dort, wo ich stehe oder sitze, konzentriert und aufmerksam zu sein. Mit dem Blick und dem Ohr nach innen.

P. Markus Bucher, 8.12.2013

Hellhörig werden

 

Advent ist die Vorbereitung auf Weihnachten, das Fest der Geburt Christi. In der Bibel, im Evangelium nach Matthäus, steht die Mahnung: Seid wachsam! Und das bedeutet: aufmerksam und hellhörig werden. Hören ist bewusstes Wahrnehmen, was in mir und um mich herum geschieht. Dieses bewusste Wahrnehmen entsteht nicht von selbst, sondern muss immer wieder eingeübt werden, dann kann sich Achtsamkeit entwickeln gegenüber sich selber, zu andern Menschen, zur Natur und zu Gott.

Blinde haben eine wunderbare Fähigkeit entwickelt. Sie können nicht sehen, sie können aber oft mehr wahrnehmen als wir Sehende. Sie verlassen sich auf andere Sinnesorgane, auf das Hören. Viele von uns laufen herum mit einem Stöpsel in den Ohren. So kann es sein, dass auch das innere Ohr verstopft ist." Glaube kommt vom Hören", sagt der Apostel Paulus.

P. Markus Bucher, 2.12.2013.

 

Erfolg

 

Vor Kurzem diskutierte ich in einer Männerrunde über das Thema Erfolg. Was bedeutet Erfolg in der Gesellschaft, im Beruf, im persönlichen Umfeld? Der Erfolg wird vielfach, so auch in unserer Diskussion, auf den ersten Blick in Abgrenzung zu anderen Menschen definiert. Mitten in diese durchaus lebhafte Diskussion stellte ein Mitglied unserer Männerrunde dann ein Zitat von Thomas Merton, einem der bekanntesten christlichen Mystiker des 20. Jahrhunderts. Er meinte in einem Interview auf das Thema Erfolg angesprochen: „Sei alles was du sein möchtest, sei ein Verrückter, Betrunkener, ein Mistkerl in jeder Art und Weise, aber vor allem vermeide eine Sache: Erfolg“. Ich denke, dass uns Thomas Merton ermutigen möchte, den Vergleich und Konkurrenzkampf, über die Frage „Bin ich besser, schneller, erfolgreicher als meine Mitmenschen“ zu Seite zu stellen und darüber nachzudenken: Was ist mir ganz persönlich in meinem Leben wichtig, worin stecke ich meine Leidenschaft, woraus gewinne ich meine Lebensenergie? Ich lade Sie ein, sich in der kommenden Woche einmal Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken was für Sie Erfolg bedeutet.

 

Wolfgang Schönleitner, Dezember 2012

 

Warteschleife Advent

 

Vor der Kassa im Supermarkt, am Bahnhof, beim Hochfahren des Computers am Morgen, beim allabendlichen Heimreisestau, an allen möglichen Orten und Plätzen warten wir. Immer öfters bemerke ich an anderen und bei mir selbst, dass es sich dabei um ein rastloses Warten handelt. Eigentlich sind wir gedanklich ganz wo anders als an dem Ort, an dem wir uns gerade tatsächlich aufhalten. Am Bahnsteig oder vor der Supermarktkassa werden Mobiltelefone gezückt, um die neuesten Nachrichten zu lesen oder selbst Emails zu verfassen. Unser Körper befindet sich auf Stand-by, während unsere Gedanken um die Welt fliegen. Dieser Unruhe und Rastlosigkeit stellt in einer alten Erzählung ein Zen-Meister, der gefragt wurde was er tue, um glücklich und zufrieden zu sein, folgende Haltung entgegen: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“ Und, so möchte ich hinzufügen: „Wenn ich warte, dann warte ich.“ Ich wünsche Ihnen für die kommende Woche die Gelassenheit, dass sie diese Zeiten des Wartens als Geschenk annehmen können; als ein Geschenk mit ihrer unmittelbaren Umgebung in Kontakt zu treten, ihre Mitmenschen wahrzunehmen, durchzuschnaufen und für ein paar Augenblicke Ruhe in die Hektik des Alltags einkehren zu lassen.

 

Wolfgang Schönleitner, Dezember 2012

 

 

Fair handeln – verhandeln

 

„Das ist sooo unfair!“, wer kennt diesen Ausruf von entrüsteten Kindern nicht, die sich beschweren, wenn sie etwas nicht bekommen, das sie unbedingt haben möchten. Je nach Altersstufe beginnen dann harte Verhandlungen oder lautstarke Unmutsbekundungen, Schreien, Bizln, Toben. Kinder haben eine Vielfalt an kreativen Ausdrucksformen, wie sie mit Ungerechtigkeit umgehen. Im Kleinen sind die Auswirkungen von erlebter Ungerechtigkeit unmittelbar spürbar. Idealerweise wurden vorher gemeinsam Regeln vereinbart und von allen Beteiligten für gut befunden. Wertschätzendes Zusammenleben geht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Partner ein und achtet diese. Anders sieht es im globalen Kontext aus. Der weltweite Handel ist „sooo unfair“. Eigentlich müsste es eine globale Entrüstung über unseren Umgang untereinander geben! Die Schreie der Empörung gibt es sehr wohl, die Forderung nach gerechtem Lohn für geleistete Arbeit wird nicht ernst genommen, die Regeln der Zusammenarbeit einseitig bestimmt. Das Projekt SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung setzt sich in Bildungsprojekten dafür ein, dass Bauern in Lateinamerika und Afrika, die Regeln der Zusammenarbeit mitbestimmen können. Der Schrei: „Das ist sooo unfair“ wird dadurch nicht verschwinden, aber er wird leiser.

 

Wolfgang Schönleitner, Dezember 2012


Was Mann bewegt

 

Die Zeitung schreibt: „Er schweigt.“ Seit einiger Zeit geistert das Bild des schweigsamen Mannes durch die Medien. ER schweigt über Gefühle, Ängste, Freuden, die Beziehung, das persönliche Befinden . Dieser Befund wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen – darüber gibt es nichts zu diskutieren. Frauen reden, Männer schweigen und schlagen sich, wenn die undifferenzierte Gefühlssuppe in ihrem Körper überquillt, ihre Befindlichkeiten im Sport oder Beruf aus dem Körper. Der in seinem Selbstbild verunsicherte, schweigend-prügelnde Mann prägt das landläufige Bild des Boulevard. Die Katholische Männerbewegung möchte dieses Bild korrigieren. Unter dem Slogan „WAS MANN BEWEGT“ möchte ich für die kommende Woche besonders Männer ermutigen: Denken sie einmal laut nach!

  • Was bewegt mich in Gesellschaft, Familie oder Arbeit

  • Was bereitet mir Freude?

  • Was macht mir Kummer?

  • Welche Hoffnungen und Wünsche haben ich?

Wolfgang Schönleitner, Dezember 2012

 

Männermagazin Ypsilon

"Reform"

Gedanken in der Sommmernummer zu Reformen

 

"Gute Arbeit" für alle!?

Gedanken zur Sozialenzyklika


Gutes Leben

Gedanken des Katholischen Familienverbandes


Ypsilon Archiv

 


 

 

 

 



 

Katholische Männerbewegung der Diözese Linz
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